Video Niko Paech: „Streifzüge durch die Welt ohne Wachstum (Postwachstumsökonomik)“, 12. Sitzung, 12. Juli 2017

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Hier könnt ihr die Videoaufzeichnung auf den Servern der Uni Köln anschauen und das Layout selbst bestimmen.

Die Folien zum Vortrag findet ihr hier.

Ressourcen, auf deren kostengünstiger Verfügbarkeit das industrielle Wohlstandsmodell bislang basierte, sowie Befunde der Glücksforschung zeigen, dass die Wachstumsparty vorbei ist. Folglich sind die Möglichkeiten einer Postwachstumsökonomie auszuloten. Demnach ist ein prägnanter Rückbau geldbasierter Versorgungssysteme vonnöten. Suffizienz, moderne Subsistenz und kürzere Versorgungsketten werden dann wichtige Gestaltungsoptionen sein. Zudem ist die Postwachstumsökonomie durch Sesshaftigkeit gekennzeichnet, also durch Glück ohne Kerosin.

Niko Paech ist deutschlands bekanntester Wachstumskritiker, Vordenker einer Postwachstumsökonomie und Professor für Plurale Ökonomik in Siegen.

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Abschluss: Podiumsdiskussion: Was ist die gesellschaftliche Verantwortung von Ökonominnen und Ökonomen?

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Update:  Den Bericht über die Veranstaltung „Ein bisschen mehr grundlegende Realität, bitte.“ findet ihr hier.

Die Videoaufzeichnung der Veranstaltung gibt es hier bei YouTube.

Was können und sollen Ökonominnen und Ökonomen leisten? Darüber diskutieren vier Experten aus unterschiedlichen Bereichen in der Abschlusssitzung unserer Ringvorlesung. Kann ökonomische Forschung das Leben von Menschen verbessern? Sollte sie Gesetzmäßigkeiten studieren oder über Alternativen zum bestehenden System nachdenken? Und wie sollten ökonomische Erkenntnisse in den öffentlichen Diskurs eingebracht werden? Darüber, und über zentrale Themen aus den eingereichten Essays der Studierenden, diskutieren:

  • Lukas Beckmann. Er war bis März 2017 Vorstandsmitglied für die GLS Treuhand und zuvor in verschiedenen Positionen für Bündnis 90/Die Grünen tätig, die er mit gegründet hat.
  • Felix Bierbrauer. Er ist Professor für Public Economics und Direktor des Finanzwissenschaftlichen Forschungsinstituts an der Univeristät zu Köln.
  • Christian Kastrop. Er ist Direktor der Abteilung für wirtschaftspolitische Studien der OECD und zuvor im Bundesministerium der Finanzen tätig.
  • Philipp Markus. Er studiert Volkswirtschaftslehre an der Universität zu Köln und ist Mitorganisator der Ringvorlesung „Polarschmelze, Polarisierung, Pluralismus“.

Moderiert wird die Veranstaltung von Susanne Dröge, Senior Fellow der Forschungsgruppe Globale Fragen der Stiftung Wissenschaft und Politik mit dem Schwerpunkt Klimapolitik.

Mittwoch, 19.07.2017, 17:45 – 19:15 Uhr, Hörsaal XXV im WiSo-Gebäude der Universität zu Köln

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Bildrechte:
Lukas Beckmann: CC BY-SA 2.0, boellstiftung @ flickr.
Felix Bierbrauer: (c) Lisa Beller für Uni Köln.
Christian Kastrop: (c) Hertie School of Governance, Berlin.
Philipp Markus: Privat.
Susanne Dröge: (c) SWP, Berlin.

Das BIP diskriminiert mich *heul*

Von Lara Marie Müller

Ja, ok, ich geb’s zu: Die Aussage in der Überschrift ist zugespitzt. Das BIP – also das Bruttoinlandsprodukt – kann niemanden diskriminieren, auch mich nicht, denn es ist bloß eine Zahl. Es misst die Produktivität eines Landes. Aber es wird als Indikator für die Entwicklung eines Landes verwendet. Und das ist sehr wohl diskriminierend. Und zwar nicht nur für mich.

Das BIP wird sehr oft herangezogen, um den wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands zu belegen. Genauso beliebt ist es im Vergleich der Wirtschaftsstärke verschiedener Länder. Dabei misst es nur gewisse Dinge und lässt andere, die auch Einfluss auf die Wirtschaft haben, komplett außer Acht. In der letzten Ringvorlesung hat Hans Diefenbacher erklärt, warum das BIP für die Messung von Wohlfahrt nicht geeignet ist. Er kritisierte es umfassend und zeigte auch: Es ist blind für sehr viele Dinge die mich ausmachen.

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Steigt das BIP, obwohl es uns nicht besser geht?

Von Lara Marie Müller

Hans Diefenbacher errechnet mit dem Nationalen Wohlfahrtsindex (NWI) eine Alternative zum Bruttoinlandsprodukt (BIP). Obwohl das BIP in den letzten Jahren stieg, blieb der NWI ungefähr gleich. Was ist da los?

„Das Bruttoinlandsprodukt ist als Wohlfahrtsmaß nicht so gut geeignet“, sagt der kleine, grauhaarige und gewitzt aussehende Mann vorne im Hörsaal. Hans Diefenbacher lächelt bescheiden, denn seine Aussage ist viel zu vorsichtig. Der Professor ist an die Uni Köln gekommen, um seinen eigenen Wohlfahrtsindex vorzustellen. Die Argumente, die er gegen das Bruttoinlandsprodukt (BIP) als Wohlfahrtsmaß anbringt, sind ziemlich vernichtend.

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11. Sitzung: Niko Paech: Streifzüge durch die Welt ohne Wachstum (Postwachstumsökonomik)

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Update: Die Videoaufzeichnung des Vortrags gibt es nun bei youtube.

Hier könnt ihr die Videoaufzeichnung auf den Servern der Uni Köln anschauen und das Layout selbst bestimmen.

Die Folien zum Vortrag findet ihr hier.

Hier findet ihr einen Bericht sowie einen 82-Sekunden-Zusammenschnitt zum Vortrag.

Der Klimawandel, Schuldenkrisen, die Verknappung jener Ressourcen, auf deren kostengünstiger Verfügbarkeit das industrielle Wohlstandsmodell bislang basierte, sowie Befunde der Glücksforschung zeigen, dass die Wachstumsparty vorbei ist. Folglich sind die Möglichkeiten einer Postwachstumsökonomie auszuloten. Demnach ist ein prägnanter Rückbau geldbasierter Versorgungssysteme vonnöten. Suffizienz, moderne Subsistenz und kürzere Versorgungsketten werden dann wichtige Gestaltungsoptionen sein. Zudem ist die Postwachstumsökonomie durch Sesshaftigkeit gekennzeichnet, also durch Glück ohne Kerosin.

Niko Paech ist deutschlands bekanntester Wachstumskritiker, Vordenker einer Postwachstumsökonomie und Professor für Plurale Ökonomik in Siegen.

Mittwoch, 12.07.2017, 17:45 – 19:15 Uhr, Hörsaal XXV im WiSo-Gebäude der Universität zu Köln

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Video Max Bank: „Ordoliberalismus: Eine deutsche Spielart des Neoliberalismus?“, 8. Sitzung, 14. Juni 2017

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max bankHier könnt ihr die Videoaufzeichnung auf den Servern der Uni Köln anschauen und das Layout selbst bestimmen.

Ein Interview mit Max Bank sowie die Folien zum Vortrag findet ihr hier.

In den 1930er Jahren entstanden die theoretischen Grundlagen des Ordoliberalismus, der das ökonomische Denken, vor allem aber auch das wirtschaftspolitische Handeln der Nachkriegszeit deutlich prägte. Bis heute wirken die ordoliberalen Ideen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft nach. Wie der Ordoliberalismus entstand, welche Wirkungsweise er entfaltete und was das mit der Sozialen Marktwirtschaft zu tun hat, erläutert Max Bank in seinem Vortrag.

Max Bank ist Campaigner bei LobbyControl e.V., Köln und promovierte an der Universität zu Köln in Volkswirtschaftslehre im Fachbereich Wirtschaftsgeschichte zum Thema „Stunde der Neoliberalen? Politikberatung und Wirtschaftspolitik in der Ära Adenauer.“

„Der Klimawandel ist eine ökonomische Frage“

Uwe Schneidewinds Appell ist deutlich: An unserer Wirtschaft muss sich etwas ändern. Von Ökonomen fordert er, sich stärker einzumischen – wie es die Autoren der Bücher tun, die er vorstellt.

Von Louisa Schmidt und Julian Rodemann

Es ist das Jahr 2100. Dürren, Stürme und Überschwemmungen haben im globalen Süden etliche Millionen Menschen getötet, eine humanitäre Katastrophe folgt auf die nächste. Die Kriegsgräuel des 20. Jahrhunderts? Erscheinen wie ein Pappenstiel. Anders sieht es im Norden aus: Die Industriestaaten stecken den Klimawandel, der Technik sei Dank, ohne größere Probleme weg. Bloß die Grenzen, die haben sie dichtgemacht. Und die Augen zu.

Unsere Urenkel fragen sich: Auf welcher Seite standen Uroma und Uropa damals wohl, als es noch nicht zu spät war? Gehörten sie zu den Ignoranten? Oder zu denen, die gekämpft haben?

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