3. Sitzung: Ulrich Thielemann: „Ethik der Wirtschaftswissenschaften“

18057724_1457969217582763_5794933607398572798_n

Update: Sebastian Moritz hat für uns die wichtigsten Thesen von Ulrich Thielemann noch einmal hier aufgeschrieben.

Update: Das Video zum Vortrag ist jetzt online.

Ulrich Thielemann ist Direktor am MeM – Denkfabrik für Wirtschaftsethik e.V. in Berlin.

Wenn Ökonomen für ihre Theoriearbeit Wertfreiheit reklamieren, so beanspruchen sie damit, dass das, was sie sagen, über jeden ethischen Zweifel erhaben ist. Die ökonomischen Wissenschaften sind jedoch als Sozialwissenschaften faktisch und logisch unausweichlich normativ. Sie vertreten mit ihren Theorien entweder einen stillschweigenden normativen, allerdings ethisch höchst fragwürdigen Geltungsanspruch: Der wettbewerbliche Markt und mit ihm „Effizienz“ und „Rationalität“ sollen herrschen. Soweit Ökonomen tatsächlich keine ethische Geltungsansprüche verfolgen und rein „positiv“ feststellen, was „die ökonomischen Tatsachen“ sind, so darf auch dies nicht als wertfrei, d.h. als ethisch unbedenklich gelten. Dies liefe nämlich auf eine Rechtfertigung der herrschenden Marktmachtverhältnisse hinaus.

Mittwoch, 03.05.2017, 17:45 – 19:15 Uhr, Hörsaal XXV im WiSo-Gebäude der Universität zu Köln

>>> Link zur Facebook-Veranstaltung

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s