„Der Klimawandel ist eine ökonomische Frage“

Uwe Schneidewinds Appell ist deutlich: An unserer Wirtschaft muss sich etwas ändern. Von Ökonomen fordert er, sich stärker einzumischen – wie es die Autoren der Bücher tun, die er vorstellt.

Von Louisa Schmidt und Julian Rodemann

Es ist das Jahr 2100. Dürren, Stürme und Überschwemmungen haben im globalen Süden etliche Millionen Menschen getötet, eine humanitäre Katastrophe folgt auf die nächste. Die Kriegsgräuel des 20. Jahrhunderts? Erscheinen wie ein Pappenstiel. Anders sieht es im Norden aus: Die Industriestaaten stecken den Klimawandel, der Technik sei Dank, ohne größere Probleme weg. Bloß die Grenzen, die haben sie dichtgemacht. Und die Augen zu.

Unsere Urenkel fragen sich: Auf welcher Seite standen Uroma und Uropa damals wohl, als es noch nicht zu spät war? Gehörten sie zu den Ignoranten? Oder zu denen, die gekämpft haben?

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Video Uwe Schneidewind: „Warum wir eine transformative Wirtschaftswissenschaft brauchen (Dekarbonisierung, Umwelt)“, 9. Sitzung, 21. Juni 2017

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Den Link zum Video auf dem Server der Uni Köln finden Sie hier.

Die Thesen zum Vortrag gibt es hier.

Wie lösen wir das Klimaproblem? Wie sehen Entwicklungsperspektiven für einen zeitgemäßen Kapitalismus aus? Die Wirtschaftswissenschaft ist als eine Schlüsseldisziplin für den Umgang mit aktuellen gesellschaftlichen Umbruchsprozessen besonders gefordert, wird diesen Anforderungen aber nur äußerst ungenügend gerecht. Uwe Schneidewind fordert, dass die Wirtschaftswissenschaft etwas zu möglichen und wünschenswerten Zukünften sagen sollte und geht vor diesem Hintergrund auf die Herausforderungen einer transformativen Wirtschaftswissenschaft ein.

Uwe Schneidewind ist Präsident und wissenschaftlicher Geschäftsführer des Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie sowie Professor an der Bergischen Universität Wuppertal.

10. Sitzung: Hans Diefenbacher: Möglichkeiten und Grenzen der Wohlstandsmessung

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Hans Diefenbacher ist apl. Professor für Volkswirtschaftslehre am Alfred-Weber-Institut der Universität Heidelberg und stellv. Leiter des Instituts für interdisziplinäre Forschung (FEST) in Heidelberg.

Wie sollte in einem Land Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität oder gar Glück gemessen werden? Eignet sich das Bruttoinlandsprodukt hierfür, oder braucht es dazu andere Messgrößen? Denn: Was wir messen, bestimmt unsere Vorstellungen von den dahinter liegenden Entwicklungskonzepten. Im Vortrag sollen die neueren Entwicklungen der Debatten um alternative Wohlstandsmessung aufgezeigt und deren politische Wirkungen an konkreten Beispielen diskutiert werden.

Mittwoch, 05.07.2017, 17:45 – 19:15 Uhr, Hörsaal XXV im WiSo-Gebäude der Universität zu Köln

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Max Bank über Ordoliberalismus: „Die Lehre vielseitiger gemacht“

In einem sehr sachlichen Vortrag stellte Max Bank am vergangenen Mittwoch den Ordoliberalismus vor. Bank arbeitet als Campaigner bei Lobbycontrol, einer NGO, die sich für Transparenz und demokratische Kontrolle von Lobbyisten einsetzt. Im Interview erklärt er, was das genau bedeutet und was er am Ordoliberalismus so spannend findet. 

Seinen Vortrag begann Max Bank mit einem Bilderrätsel: Ludwig Erhard war zu sehen, Walter Eucken und Alfred Müller-Armack – einflussreiche Wissenschaftler und Politiker der 50er und 60er-Jahre also. Sofort war klar, dass der Ordoliberalismus die wirtschaftliche Nachkriegsordnung entscheidend geprägt hat. Laut Max Bank ist der wirtschaftspolitische Einfluss dieser Schule heute „ungebrochen“, wenngleich der öffentliche Diskurs ausgeglichener sei als früher.

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9. Sitzung: Uwe Schneidewind: Warum wir eine transformative Wirtschaftswissenschaft brauchen

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Wie lösen wir das Klimaproblem? Wie sehen Entwicklungsperspektiven für einen zeitgemäßen Kapitalismus aus? Die Wirtschaftswissenschaft ist als eine Schlüsseldisziplin für den Umgang mit aktuellen gesellschaftlichen Umbruchsprozessen besonders gefordert, wird diesen Anforderungen aber nur äußerst ungenügend gerecht. Uwe Schneidewind fordert, dass die Wirtschaftswissenschaft etwas zu möglichen und wünschenswerten Zukünften sagen sollte und geht vor diesem Hintergrund auf die Herausforderungen einer transformativen Wirtschaftswissenschaft ein.

Uwe Schneidewind ist Präsident und wissenschaftlicher Geschäftsführer des Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie sowie Professor an der Bergischen Universität Wuppertal.

Mittwoch, 21.06.2017, 17:45 – 19:15 Uhr, Hörsaal XXV im WiSo-Gebäude der Universität zu Köln

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Video Mesut Bayraktar: „Soziale Ungleichheit als Resultat und Voraussetzung der kapitalistischen Produktionsweise“, 4. Sitzung, 10. Mai 2017

Mesut Bayraktar hat Rechtswissenschaften in Düsseldorf, Lausanne und Köln studiert. Derzeit ist er Rechtsreferendar am Landgericht Stuttgart. Neben zivilgesellschaftlichem Engagement u.a. in Mieterinitiativen ist er Hauptredakteur der Literaturzeitschrift Nous. – Zeitschrift für Neue Literatur (https://nous-online.net/). Seit einigen Jahren studiert er intensiv die Werke von Karl Marx und Friedrich Engels.

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Video Carsten Herrmann-Pillath: „Finanzkapitalismus aus Sicht einer kritischen Institutionenökonomik“, 6. Sitzung, 24. Mai 2017

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Hier geht’s zur Videoaufzeichnung des Vortrags.

Carsten Herrmann-Pillath ist Professor und Permanent Fellow am Max Weber Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien der Universität Erfurt.

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